In Memoriam Günther Passin.

Requiem aeternam dona ei.

Mozarts Requiem am 9. November 2014 in der Pfarrkirche St. Gilgen

Der Umgang mit dem Tod eines lieben Menschen wird zum Spiegel seines Lebens und Wirkens. Im Fall des in diesem Frühjahr gestorbenen Oboisten Prof. Günther Passin ist dieser Spiegel erfüllt mit den besten Dingen, die sich in und zwischen Menschen abspielen können. Denn zur großen Trauer gesellen sich hier Liebe und Freundschaft und tiefe Verbundenheit in Gesinnung, Geist und Arbeit hinzu.

Es ging eine besondere Art der Spiritualität von Günther aus, wie sie sich in einem Musiker höchsten Ranges, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, manifestieren kann. Darum ist es mir eine besondere Freude im Kreis der Menschen zu sein, die sich mit einem Mozart-Requiem am Ort seiner letzten Heimat St. Gilgen noch einmal von ihm verabschieden wollen.

„Quid sum miser tunc dicturus – Was werde ich sagen?“ fragt der Sopran im Dies irae angesichts des Tags des jüngsten Gerichts – ahnend, dass es im entscheidenden Moment am Ende diese Frage nicht mehr geben wird. Es bleibt beim Blick zurück auf das eigene Leben nur das Vertrauen darauf, es wohl und glücklich geführt zu haben. Und beim Blick voraus bleibt nur der Mut zur Hingabe zu etwas Größerem.

Pie Jesu Domine dona eis requiem, dona nobis pacem. Frommer Herr Jesus, schenke den Gestorbenen Ruhe, schenke uns Frieden.

Mozarts Missa pro defunctis KV 626
am 9. November 2014
in der Pfarrkirche St. Gilgen am Wolfgansee.

Beginn 18 Uhr
Kammerorchester M. A. Mozart St. Gilgen,
Chor und Solisten,
Leitung: Max Pommer